18.11.2017 Letzte Herbstsonne nützen

Den erste Frost hatten wir nun, die Völker sind fast komplett in der Wintertraube, um die Königin zusammengezogen.

Die Bienen, die nun drin sind, werden bis ins späte Frühjahr leben und somit fast 6 mal so lange wie die Sommerbienen.

Sie werden Pollen bei den Schneeglöckchen an der Stadtmauer, in den Gärten und in der Lobau sammeln „gehen“. Später im Frühjahr werden sie die Weidekätzchen abernten.

Die meiste Zeit werden Sie sich jedoch gegenseitig warmhalten.

Da Bienen „stubenrein“ sind, werden sie die kommenden Monaten nicht abkoten werden. Sobald es also etwas wärmer wird, werden einen sogenannten Reinigungsflug machen und bei der Gelegenheit auch Wasser holen

Links blau die Michis, gelb die Hammiets, grün die Fette und rot die Daniels.

11.11.2017 Ergebnisse nach der 2. Varroabehandlung

Wir haben gerad ein 2. Mal behandelt. 10 Tage später da nun alles an verdeckelter Brut, in der womöglich noch Varroen drin waren, geschlüpft ist.

Die folgenden Wochen werden noch mehrere Milben runter fallen, wir wollten aber ein Zwischenergebnis teilen.

Die meisten Milben kamen wie erwartet aus den Hammiets. Optisch ist es mittlerweile das kleinere Volk mit eine Wintertraube auf 5 Gassen. Da haben wir 578 toten Milben auf der Windel gezählt.

Die Daniels, das 2. kleinste Volk, aber immerhin auf 6 Waben, hatte 380 tote Milben bisher.

Das mächtigste Volk mittlerweile, die Michis, (auf ganzen 9 Waben verteilt also wohl noch nicht in der Wintertraube) hatte doch 340 tote Milben.

Was uns aber am meisten überrascht hat war die Fette. Dort haben wir vor der Behandlung in 2 Wochen kaum ein handvoll toter Milben gezählt, und daher vermutet, dass die Behandlung denen mehr schaden würde. Behandlen mussten wir trotzdem, weil sonst die Bienen der anderen Völker dort einziehen würden. Und siehe da, immerhin haben wir 220 tote Milben gezählt.

Laut Theorie müssten nun 95% der Milben aus der Beuten draussen sein. Das würde bedeuten, dass bei der Fetten immer noch 10 Milben drin sein, und bei den Hammiets 25. Wir sind gespannt, wie sich die Milbenanzahl auf der Windel bis Silvester weiter reduzieren wird und ob wir alle Völker unter 0,25 Milbe/Tag bekommen haben (an Wintertagen zählt 1 tote Milbe für 100 lebende Milben im Volk).

Auszählung der Anzahl tote Milben pro Volk

03.11.2017 Varroa Behandlung nun doch noch notwendig

Ja,

es war soweit, der Temperaturanstieg hat einen Brutschub herbeigeführt, was zu dieser Jahreszeit den Varroadruck in der Beute enorm steigen lässt.

Bei den Hammiets wurde nun die Schwelle der 10 toten Varroamilben in der Windel 2 Tage nach einander überschritten.  Das bedeutet, dass zwischen 1000 und 4000 lebendige Varroamilben in der Beute sind, also ca. 1/3 der Bienen.

Jetzt nicht eingreifen, würde wahrscheinlich das Ende dieses Volkes und womöglich auch der anderen Völker bedeuten, wegen der Ansteckungsgefahr.

Daher wurden gestern alle Völker mit dem Verdampfer behandelt. Auch wenn die Fette seit 2 Wochen keine einzige Milbe hatte, musste sie behandelt werden, sonst würden eventuell die Bienen der anderen Beuten zur Fetten umziehen.

Nun das Ergebnis der Windel der Hammiets:

wir haben 98 tote Milben gezählt. Wenn die Behandlung erfolgreich war, müssten die nächsten Tage noch eine Vielzahl dessen abfallen. Wir sind gespannt auf das Endergebnis. Am 10. November kommt dann die zweite Behandlung wenn die gesamte Brut geschlüpft ist.

 

Verdampfung 1 Tag später, jeder dunkle Punkt ist eine tote Milbe

30.10.2017 Ein Sturm ist vorbei gezogen – Windschutz ist zerstört aber keine Beute getroffen :-)

Ein Wetterproblem im Marchfeld für Bienen ist nicht die Kälte sondern der Wind.

Wenn eine bestimmte Windgeschwindigkeit erreicht ist, schaffen es die Bienen nicht mehr zurück oder fliegen gar nicht aus.  Wer schon mal Bienen landen gesehen hat, weiss dass es keine Flugkünstler sind. Und wenn sie die Landung nicht schaffen und am Boden auf einen kalten Untergrund kommen, unterkühlen viele und dass bedeuten deren Ende.

Daher haben wir um unsere Beuten mit Vlies umwickelte Europaletten gestellt und diese im Boden verankert.

Der Sturm vergangenes Wochenende war so stark, dass teilweise die Verankerung gerissen ist, so dass das Tuch lose war und die Paletten umgekippt sind.

Zu Glück hat keine der Beuten was abgekriegt und die Bienen sind wohlauf.

Wie man sieht, ist es nie langweilig und es gibt vieles zu beobachten damit die Damen und die Königin heile durch den Winter kommen.

Wir werden im Winter den Bienen einen anderen, besser geschützten Standort im Garten geben.  Der neue Standort sollte auch im Frühjahr schneller mehr Sonneneinstrahlung haben damit Sie weniger Energie verbrauchen und früher mit Brut anfangen wenn die Weiden blühen.

 

Aber zuerst durch den Winter kommen…

 

 

bienen schutz gegen den wind kaputgeweht
Windschutz nach Sturm

23.10.2017 Windel als Micro Biotop

Die Windelkontrolle Ende Oktober.

Die Anzahl Milben auf der Windel nimmt zu und die Brut geht zu Ende. Die Hammiets haben deutlich mehr Milben, (vorgestern sogar 9) die Fette am wenigsten (schon 3 Tage keine).

Da die Bienenmasse noch groß genug ist (6-8 Rähmchen voller Bienen), werden wir noch nicht behandeln und abwarten bis die Brut komplett aufhört, den dann hört auch die Milbenvermehrung auf (spätestens 21 Tage nach Frost ist es aus).

Bei der Windelkontrolle sieht man wie eine Bien und gar die Windel ein eigenes Biotop ist für viele Lebewesen. Wenn mal etwas Pollen runter fällt , wird das zum Festschmaus.

 

08.10.2017 Putztrieb, Varroa auf Made in der Windel

Heute Morgen zwischen 2 und 5 milben Pro Volk in der Windel.

Es werden langsam mehr wir sind aber immer noch im grünen Bereich.

Bei den Michis heute morgen was ganz spannendes beobachtet:

eine kleine Bienenmade wo eine Varroamilbe sich drauf festgesaugt hat.

Haben die Arbeiterinnen entdeckt und rausgeschmissen. Putztrieb 🙂

in der Windel lag eine Tote Made mit eine Varroa Milbe drauf

 

 

1.10.2017 Windelkontrolle

Wichtig im Herbst ist die tägliche Windelkontrolle.

Ja sie lesen es Richtig, Bienen haben eine Windel. Dieses ist ein Papier oder hier eine Folie die unter der Beute liegt um zu observieren was alles aus der Beute fallt.

Im Herbst nämlich wird dass Volk geschwächt durch vielen Faktoren. Einen guten Überblick zu halten und rechtzeitig eingreifen ist wichtig um sicher zu stellen dass dass Volk den Winter überleben wird.

Um dass Volk nicht unnötig zu stören und zu schwächen lesen wir daher die Windel.

Dass wichtigste jetzt ist die Anzahl Tote Varroa Milben zu zählen. Dass sind dunkele Kreise mit Beinchen dran.

Dass waren heute bei den Hammiets 5. Solange die Anzahl Milben gering ist (Bei den Hammiets sind momentan noch um die 20.000 Bienen drin) lasst man Sie am besten in Ruhe, da jeder Behandlung womöglich mehr Bienen schadet als die Milben.

Erst wenn man einen exponentiellen Anstieg sieht, oder dass Volk sehr schnell abnimmt wegen der Infektion (und sehr viele Bienen die Beute verlassen zum Sterben), sollte man  Massnahmen greifen um dass Volk zu retten.

Bei uns zum glück momentan nicht nötig 🙂

24.9.2017 Letzte Tracht hat begonnen

24.9.2017  14°C Es gab bereits in der Früh ein riesiges Gedränge um das Flugloch. Zu früh am Tag für eine Räuberei. Was ist da los?

Sehr viele Bienen mit Pollen sind dabei. Tracht in der Nähe! Daher drängt es alle nach draussen die fliegen können.

Auffällig: Tracht heisst auch es sind keine Wespen oder Hornissen oder andere räuberischen Bienen in der Nähe. Es gibt zu viel Gutes für alle.

Ein echter Goldrausch setzt ein.  Ich mache die Sperren weg damit sie raus kommen können. Ergebnis ist eine Wolke Start- und Landeverkehr wie beim Flughafen bei den Science Fiction Filme.

Nun die Frage, was blüht denn so ausgiebig?

 

Und siehe da, gefunden, Efeu und wilder Wein  🙂

So ausgiebig, dass Wespen und Bienen fast neben einander sitzen (siehe  Hintergrund).

So üppig dass sogar einige europäische Hornissen dazu stossen und fleissig mit sammeln. Eine letzte grosse Insekten Orgie!

Europäische Hornisse

 

Etwas weiter im Feld entdecken wir noch eine weitere Nektarquelle: eine Luzerne Blüte die schön lila gefärbt ist?

Luzerneblüte mit Biene Ende September

 

21.09.2017 Es kühlt ab, der Milbendruck steigt und die Wespen greifen nun gezielt die Bienen an.

Im Herbst verringert sich die Bienenmasse drastisch.

Die Brut wird reduziert und die Winterbienen übernehmen den Platz der Sommerbienen, die nun sehr schnell Absterben.

Die Tracht geht aus und der Insektenüberschuss wird im Herbst schnell abgebaut. Die Wespen hungern, die Spinnen haben ihre Blütezeit und tauchen überall auf.

So auch bei uns. Waren vor 2 Wochen noch keine Varroa Milben zu sehen, zählen wir jetzt bis zu 5 Varroa Milben am Tag pro Volk. Bald werden wir erneut behandeln müssen, um die Völker zu schützen.

Ein besonderes Phänomen tritt auf, wenn die Temperaturen runter gehen. Unter 10-12 °C fliegen die Bienen nicht mehr aus. Die Wespen jedoch bleiben bis 8°C aktiv.

Wenn es abkühlt tauchen vermehrt Wespen auf die aktiv Bienen vor der Beute jagen. Im Anflug werden sie abgefangen (wie von eine Hornisse) die stürzen zum Boden und nach einem kurzen Kampf zerteilt die Wespe die Biene und fliegt mit den Einzelstücken weg. Ich habe es mal in kurzen Abschnitten gefilmt.

Wenn die Temperatur weiter unter 10 Grad sinken, gehen die Wespen sogar in die Beute, um dort Bienen und Honig zu räubern. Also nun gilt, je schneller es kalt wird, um so besser für die Bienen.