21.09.2017 Es kühlt ab, der Milbendruck steigt und die Wespen greifen nun gezielt die Bienen an.

Im Herbst verringert sich die Bienenmasse drastisch.

Die Brut wird reduziert und die Winterbienen übernehmen den Platz der Sommerbienen, die nun sehr schnell Absterben.

Die Tracht geht aus und der Insektenüberschuss wird im Herbst schnell abgebaut. Die Wespen hungern, die Spinnen haben ihre Blütezeit und tauchen überall auf.

So auch bei uns. Waren vor 2 Wochen noch keine Varroa Milben zu sehen, zählen wir jetzt bis zu 5 Varroa Milben am Tag pro Volk. Bald werden wir erneut behandeln müssen, um die Völker zu schützen.

Ein besonderes Phänomen tritt auf, wenn die Temperaturen runter gehen. Unter 10-12 °C fliegen die Bienen nicht mehr aus. Die Wespen jedoch bleiben bis 8°C aktiv.

Wenn es abkühlt tauchen vermehrt Wespen auf die aktiv Bienen vor der Beute jagen. Im Anflug werden sie abgefangen (wie von eine Hornisse) die stürzen zum Boden und nach einem kurzen Kampf zerteilt die Wespe die Biene und fliegt mit den Einzelstücken weg. Ich habe es mal in kurzen Abschnitten gefilmt.

Wenn die Temperatur weiter unter 10 Grad sinken, gehen die Wespen sogar in die Beute, um dort Bienen und Honig zu räubern. Also nun gilt, je schneller es kalt wird, um so besser für die Bienen.

Durchsicht am 9.9.2017

Gestern habe ich das schöne Wetter zum Anlass genommen, um eine komplette Kontrolle zu machen.

Winterfutter war ausreichend vorhanden, neuer Pollen und sogar unverdeckelter Honig waren auch zu sehen.

Auffällig viel Brut war vorhanden sogar 3 Waben voll bei den Hammiets. Weiterhin alle Waben und Gassen voll belebt.

Keine Varroa Indizien gesehen.

Die Königin der Michis hat sogar einen Spontanausflug beim Kontrollieren der Wabe unternommen. Eine liebevolle Hand hat sie dann wieder dem Volk zugesetzt.

Königin in der Hand
Königin der Michis in die Hand
return of the queen