31.01.2020 Frühling?

Hitzewelle mitten im Winter?

16°C nach einigen Wochen mit Frost kommen auf einmal frühlingshafte Temperaturen.

Unsere mittlerweile 8 Völker waren gestern alle noch in der Wintertraube, nun aber dürften die Damen raus um sich nach 2 Monaten endlich die Blase zu entleeren. Das tun sie bevorzugt auf weiße Flächen, also bitte keine Wäsche raushängen.

Die Gute Nachricht, alle Völker haben es bis jetzt überlebt.

Nun wird es heikel.

Einige Völker sind doch sehr klein, haben dafür noch viel Futter. Bei unser größtes Volk, mit Sitz in Oberhausen ist offenbar den ganzen Winter durch Brut vorhanden gewesen. Da sind die Honigvorräte ziemlich aufgebraucht und müssen wir demnächst, wo es noch warm ist, zusätzlich Futter anbieten. Denn sollten in Februar noch 3 Wochen Frost kommen, werden diese die Temperatur in der Beute auf 37°C halten, und jedes Honigtröpfchen verbrauchen und zuletzt verhungern.

 

Bei den kleineren Völker könnte es zum Futterabriss kommen. Da einige sehr auf einer Seite sitzen, waren wir zuletzt doch etwas unrund. Den schnellen Blick von Oben heute, hat gezeigt, dass diese Völker den Honig hinterhergewandert sind.

Insgesamt scheinen alle Völker gut drauf zu sein. Der Totenfall ist erstaunlich gering, also die Winterbienen haben im warmen Herbst nicht zu viel Lebenszeit verflogen und sind noch Fit.

Nun einen schnellen Blick auf die Völker:

Beim Durchblick am sonnigen und warmen 1.2.2020 gab es sehr große Unterschiede zwischen den Völkern. Obwohl der Standort der „Fundlings“, unser Volk in Oberhausen neben einem im Herbst blühenden Buchweizenfeld lag und Ende Oktober Voll war, waren alle linke Waben komplett trocken. Beim durchschauen war die Bienenmasse sehr beeindrückend Wie im Bild unter zu sehen ist. Da hat offenbar die neue 2019er Königin den ganzen Winter durch gelegt.  2 leere Waben haben wir durch Volle ersetzt, das sollte reichen bis Anfang März. Die Königin des Fundlings ist uns als ungezeichnete Königin zugeflogen und haben wir zufällig bei der durchsicht gesehen im Frühling 2020. Die Bienen sind etwas assertiver, aber die Eigentümerin des Grundstückes findet es ok. züchten tun wir nicht, aber beobachten tun wir es sicherlich, denn es hat eine doch sehr starke Entwicklung hinter sich.

Das Volk in Oberhausen, ist am Nachmittag aus der Traube rausgekommen. Es ist sehr stark in den Winter gegangen und das Futter könnte knapp werden, alle Honigzellen die von Oben zu sehen sind durch die Folie, sind bereits offen.
Kaum Totenfall, da scheint alles sauber ab zu gehen und bis den 1.2 mittags waren alle Leichen entsorgt. Obwohl die Bienen nicht so ganz freundlich sind, bin ich gespannt wie sich dieses Volk entwickelt

 

Die Daniels, mittlerweile die älteste Königin, und unser stärkstes Volk in Groß-Enzersdorf nahe der Stadtmauer: 5 Waben breit oben, hier im Bild in der Wintertraube am Vormittag. Beim Durchblick hat die Königin einen sehr lebendigen Eindruck hinterlassen. 2 Waben hatten etwas verschlossenen Brut. Also einen Brutstop im Frost hat es wohl nicht gegeben. Da jedoch noch sehr viel Futter vorhanden war, war alles ok.

Markus Groß, einen Ableger der wegen der Ameisensäure Behandlung im späten Sommer 2019 noch umgeweiselt hat. Ende September haben wir eine Zuchtkönigin eingesetzt.  Die Bienen sassen recht gegen die Wand. Dort hat es einen Futterabriss gegeben. Da waren viele Tote Bienen mit ausgestreckte „Zunge“ in der rechten Wabe gegen die Wand zu sehen. Heute haben wir alles um 1 position verrutscht und rechts eine volle Wabe von Links eingesteckt. Die KöGi mit grüne Nr 82 hat bereits auf 3 Waben ein Brutnest angelegt. Grün Südwest, braucht noch einen gscheiten Namen, ist spät als kleines Volk entstanden und hat überlebt. schauen wir mal was draus wird.