18.03.2018 und noch einen Wintereinbruch mitte März

Nur einige Tagen durften wir den Frühling genießen. Nun mitte März ist der Wintereinbruch mit bis zu -6°C wieder da.

Wie geht es den Bienen?

Die Damen haben sich wieder völlig in eine Wintertraube zurückgezogen. Wie im Beitrag vom 25 Februar beschrieben, haben wir damals diese Rähmchen zur Dämmung eingelegt. Ziel war es das sich entwickelnde Brutnest besser vor der Kälte Ende Februar zu schützen.

Wintereinbruch bei den Bienen
Wintereinbruch mitte März 2018 alle Bienen bei den Hammiets zwischen den Dämmrähmchen bei der Brut

Während des frühlingshaften Wetters letzte Woche haben wir die Beute verkleinert. Dazu haben wir weitere leere Rähmchen entnommen und die Bienen um das Brutnest herum eingeengt: 2-3 Rähmchen Brutnest in der Mitte, daneben hängen halbvolle bis volle Futterwaben und als Abschluss beidseitig die helleren Dämmrähmchen. Ausserhalb der Dämmrähmchen (hier auf der linken Seite) hängen fast leeren Futterrähmchen. Diese verbleiben, damit die Bienen bei wärmerem Wetter das restliche Futter von dort in den eingeengten Brutraum eintragen.

Wieso einengen?

Es gibt mehrere Gründe die Bienen einzuengen. Wir machen es hauptsächlich aus hygienischen Gründen. Alle leeren Waben kommen raus, damit sich dort keine Pilze oder Krankheiten und Schädlinge einnisten. Sobald das Brutnest voll ist, hängen wir frische Mittelwände dazu, die komplett neu ausgebaut werden. Mehr dazu in späteren Beiträgen.

Was ist aus der Brut von vor dem Wintereinbruch von Februar geworden?

 

Die Folgen der Massnahmen von vor 5 Wochen, vor dem ersten grösseren Wintereinbruch, ist an der Bienenmasse bereits zu bemerken. Die Brut wurde erfolgreich warm gehalten und nun sind erheblich mehr neue Bienen in den Beuten als noch vor 4 Wochen.

Wie sieht es mit dem Frühling und der Nahrung aus?

 

Futter ist in den Beuten nach dem Einengen noch ausreichend vorhanden. Normalerweise sind ende März schon ein paar Wochen ausreichend frischer Pollen vorhanden. Dieser dient als Futter für die Brut. Da nach dem erneuten Wintereinbruch die meisten Weidekätzchen noch nicht ausgelaufen sind, wird es eine Explosion an Pollen geben, sobald diese Kältephase vorbei ist.

Die Haselnüsse, Birken, Weiden und viele Osterblumen werden alle auf einmal auslaufen. Das wird zwar unschön für die Allergiker (ein Tagesbericht dazu gibt es  bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), gleichzeitig schafft dieses Wetter ein massives Pollenangebot für die Bienen.  Falls zu wenig Nektar zur Verfügung steht, gibt es ein kleines Risiko, dass die Sammlerinnen zu viel Pollen eintragen und kein Platz mehr für die Brut oder später Nektar ist. Dann werden die Bienen unruhig  und schwärmen so gegen mitte April.

Um das zu vermeiden, schaffen wir Platz , sobald das Wetter besser wird. Dann werden die Beuten vergrößert und mit neuen leeren Mittelwände bestückt. Diese auszubauen, wird dann gleich eine der ersten Aufgaben sein.