13.05.2018 Ableger machen, Völkervermehrung eingeleitet

Die ergriffenen Maßnahmen von letzter Woche waren erfolgreich. Die Schwarmstimmung ist weg und es wird fleissig gearbeitet. Um den Schwarmdrift noch etwas weiter zu vermeiden, und auch die Reproduktion der Völker an zu leiten, haben wir aus den Völkern unserer Reinzucht Königinnen jeweils einen Ableger gemacht.

Warum Ableger?

Der natürliche Reproduktionszyklus der Bienen hat seinen Höhepunkt Anfang Juni.  In der freien Natur schwärmen die alten Königinnen dann mit der Hälfte der Bienen aus, um das Nest einer neuen Königin und einem neuen Volk zu überlassen. Da dieses Jahr Wetterbedingt sehr schnell ablief, wie in den letzten Wochen beschrieben, sind die Damen viel früher dran.

Ausschwärmen hat einige Nachteile, wie im Beitrag im April beschrieben.    Wir möchten die Vermehrung etwas kontrollierter ablaufen lassen, weil wir bestimmte Merkmale bevorzugen. Das funktioniert sehr gut und einfach mit Ableger. Dazu wählen wir eine Königin aus, die mit bestimmten Eigenschaften ausgestattet ist.

Wer war auserkoren?

Wie im Sommerplan beschrieben wollen wir selber 2 Ableger machen und haben einer befreundete Imkerin auch 2 versprochen.

Unsere Freundin hat einen Stand in etwas höhere Lage im Weinviertel. Wir haben im Herbst und Winter beobachtet, dass die Michis bei kühleren Temperaturen ausfliegen. Auch jetzt im Sommer sind sie Morgens immer noch als erste raus. Das Volk ist auch etwas weniger sanftmütig als die anderen Beiden. Aber da der Hof am Land ist, wird es dort keiner Ärger geben. Wir werden die Linie nicht weiter führen.

Hammiets und Daniels sind ebenso mit dabei, da wir eine Zuchtkönigin haben, deren Erbmaterial doch einiges verspricht. Auffällig war die rasche Frühjahrsentwicklung, aber auch nach Annahme des Honigraums, haben die beiden beachtliche Arbeit geleistet.

Den Erstbuchstaben des Altvolkes haben wir jeweils auf den der neuen Beute geschrieben.

Ableger auf einander gestellt
3 neue Völker übereinander als Ablegerturm

Was ist in einem Ableger drin?

Wir verwenden die Methode von Dr. Pia Aumeier der Ruhr Uni Bochum. Die Ableger haben wir jetzt Mitte Mai aus einem Rähmchen mit Brut entnommen, jeweils eine leere Mittelwand zum bauen hinzugefügt, und ein Futterrähmchen eingesetzt.

Wie geht es weiter?

Die Arbeiterinnen werden eine Königin vermissen und innerhalb von 2 Stunden aus mehreren bestifte Zellen, Weiselzellen machen. In 2 Wochen wird dann eine Königin schlüpfen (am Tag 16 bei uns am 28-29 Mai) , 9-10 Tage später geht sie auf Begattungsflug, dass erwarten wir am 7. Juni.  Mehr dazu dann in den kommenden Wochen.